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Lost in Perth

(MM) Hallo Schweiz und wer sonst noch so mitliest! Nachdem wir von Kalbarri nach Denham weitergereist waren, besuchten wir einige interessante Punkte im Weltnaturerbe Shark Bay. Die Shark Bay ist ein riesiges Naturschutzgebiet. An Land sind über 200 Vogelarten, Kängurus, Emus, Warane usw. beheimatet. Im Wasser ist von Delfinen über Seekühe bis zu Haien alles vertreten. Von einem Aussichtspunkt, welcher einen Blick ins klare und flache Wasser erlaubte, konnten wir ohne zu suchen 10 Haie zählen. Hier würde baden mal Spass machen… Nach dieser Attraktion besuchten wir den eindrücklichen Shell Beach. Dieser 120 km lange, schneeweisse Strand besteht nur aus Muscheln. Man kann graben und findet nichts als Muscheln, stellenweise sind diese bis zu 4 m aufgeschichtet.


 

Den folgenden Tag verbrachten wir in Monkey Mia. Der Strand dieses kleinen Ortes wird seit ca. 40 Jahren täglich von Delfinen  besucht. Seit ca. 30 Jahren werden einige von ihnen jeweils am Morgen ein wenig gefüttert. Trotz dieser Fütterungen ist das Verhalten dieser Tiere natürlich geblieben (Jungtiere werden beispielsweise nicht gefüttert, damit sie das Jagen erlernen müssen). Es gibt jedoch noch eine andere Sorte Lebewesen, welche jeweils den Strand besucht: Touristen. Hier zeigte sich wieder einmal, dass die Menschheit teilweise am verblöden ist. Die Ranger hatten alle Hände voll zu tun, um die ausflippende Masse am Strand zu halten. Die Dümmsten standen mit Kamera oder Handy bewaffnet bis zum Hals im Wasser [Kleidung: Jeans und T-Shirt ].Trotz ausdrücklichen Verbotes musste man die Tiere unbedingt berühren. Irgendwann hat das Interesse der Horde schlagartig nachgelassen und wir konnten die Tiere einige Stunden vom Steg aus in Ruhe beobachten.



Eigentlich wollten wir am andern Tag noch zum Ningaloo Reef, einem Tauchparadies, fahren. Da die Strecke hin und zurück jedoch nochmals fast  1400 km betragen hätte, verwarfen wir diesen Plan. Die extrem langen Autofahrten machen uns langsam ein wenig zu schaffen, zudem sind die verfluchten Fliegen mehr als nur lästig. Beim Aussteigen wird man nicht von 5 oder 6 Fliegen belästigt, nein von mehreren Duzenden. Wir hoffen, dass dies im Südwesten etwas besser wird. Wir fuhren also los in Richtung Süden, eine Übernachtung war in Geraldton eingeplant. Nach fast  5h Fahrt kamen wir um ca. 13.30h dort an. Wir fragten uns, ob wir in den sauren Apfel beissen und bis nach Fremantle (nochmals fast 5 h) fahren sollten. Laut GPS sollten wir um 18.30 dort ankommen und hätten die längste Strecke dann hinter uns. Wir entschieden uns, dies so zu machen und das Unheil nahm seinen Lauf…



Wir fuhren eine gerade Strecke an der Anderen. Kilometer um Kilometer. Dass wir aufgrund der Langeweile kurz vor dem Verblöden standen, zeigte sich, indem wir vom MP3-Player alte Schlager in unseren Autoradio einspeisten. Solche Musik ziehe ich normalerweise am Aprésski rein und ab Bier Nr. 12 finde ich diese dann auch toll!! Der Mittdreissigerin neben mir scheint es auf jeden Fall gefallen zu haben. Mit den nackten Käsefüssen trommelte sie den Takt auf dem Armaturenbrett und wenn’s ganz gut kam, hat sie versucht, mitzusingen oder mitzupfeifen. Ich bekam jeweils Hühnerhaut. Nicht weil’s so schön war, sondern weil mir ob ihres Gesangstalentes fast der Fruchtsalat aus Sydney hochkam. Naja, nach einer Milliarde Wildblumen und Büschen sind wir planmässig in Fremantle angekommen. Irgendwie stellten wir jedoch fest, dass in diesem noblen Kaff kaum Unterkünfte vorhanden waren. Wir fragten im grössten Hotel nach den Zimmerpreisen. Diese waren für uns jedoch massiv überrissen, sodass wir das Hotel fluchtartig verliessen. Die weitere Suche blieb erfolglos und wir fuhren in die nächste Stadt. Man glaubt es kaum, aber auch hier fanden wir nix. Weder ein Hotel, noch ein Motel, noch ein Campingplatz hatte etwas frei. Dies wiederholte sich x-Mal. Es wurde dunkler und dunkler, wir müder und gereizter. Zu allem Elend stieg dann auch noch das GPS aus (das Ladekabel ist defekt und wir müssen es mit dem Akku betreiben). Das hatte zur Folge, dass wir mehr oder weniger im Kreis herumfuhren.  Frau Schibli sang nun nicht mehr und der schon vor langer Zeit angekündigte Hunger war verdächtigerweise auch nicht mehr vorhanden. Nach einiger Zeit  viel dem Grossrechner (nicht Fränzi), welcher das Auto im Kreis herumfuhr, ein, dass man das GPS via Laptop einspeisen könnte. Und siehe da, unser Leben wurde um 22.30 h wieder etwas einfacher. Wir sahen nun nur noch eine Chance, dass wir die Nacht nicht im Auto verbringen mussten, indem wir ein internationales Hotel ansteuern würden und dort die Reception 24 h besetzt wäre. Wir peilten das Holliday Inn in der Nähe des Flughafens Perth an. Punkt 23.00 h erreichten wir hundemüde den riesigen Hotelkomplex und konnten dank dem Charme von Frau Schibli ein Zimmer buchen. Judihui… Das Geile [sorry…] an der Geschichte ist, dass dieses Zimmer auf den Dollar gleich viel kostete, wie das erst nachgefragte in Fremantle. Zudem durften wir noch 30 Dollar für die Parkgebühr blechen. Gute Nacht!


Gruss
Cindy und Bert

18.11.08 10:42
 


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